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Presseartikel zum Ausbau der Königsbrücker Straße
ADAC setzt sich für zwei Fahrspuren ein
Grüne und VCD kritisieren Wirtschaftsministerium
Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) Sachsen lehnt die von der Stadt geplante neue Variante für
die Königsbrücker Straße strikt ab. Die Planung sieht wechselnde Fahrbahnbreiten und keinen
durchgehenden Bahnkörper für die Straßenbahnen der DVB vor. ADAC-Vorstandsmitglied Helmut
Blüschke sagte, seit Beginn der Diskussion fordere der Automobil-Club auf dieser Bundesstraße
für den Autoverkehr zwei Fahrstreifen je Richtung. Dies erfordert eine Fahrbahnbreite von sechs
Meter, sagte Blüschke.
Nach dem Ausbau der Bodenbacher und der Lennéstraße habe die Stadt bereits zwei Mal die leidvolle
Erfahrung gemacht, dass zu geringe Fahrbahnbreiten nicht richtig funktionierten. Beide Straßen sind
als Staufallen bekannt, weil auf ihnen der Autoverkehr auf eine Fahrspur je Richtung gezwungen wird.
Als positiven Ansatz, um aus der verfahrenen Situation herauszukommen, hat dagegen der
Verkehrsclub Deutschland (VCD) die Planungen der Stadtverwaltung und des Hannoveraner Büros Schnüll,
Haller und Partner bezeichnet. Dresdens VCD-Sprecher Volker Eichmann erklärte, er hoffe, dass der jetzige
Kompromiss zwischen Straßenbahn, Autoverkehr und Fußgängern der lebendigen
Einkaufsstraße in einem pulsierenden Stadtviertel gerecht werde. Kritik übte der VCD an der
Haltung des Wirtschaftsministeriums. Dieses offenbare sich als einseitiger Bedenkenträger der Autofahrer,
sagte Eichmann: Es ist zu hoffen, dass sich durch deren Äußerungen der Ausbau der
Königsbrücker Straße nicht verzögert.
Die Position des Wirtschaftsministeriums kritisierten auch die Dresdner Grünen: Eine Drohung, nur
bei Verbesserung des Verkehrsflusses zu fördern, ist verwunderlich, sagte
Grünen-Fraktionssprecher Wolfhard Pröhl. Der Minister hat nicht realisiert, dass sich
Verkehrsanlagen in der Stadt den knappen Raum mit anderen Funktionen teilen müssen.
Andererseits müssten die Dresdner Verkehrsbetriebe ihre unrühmliche Rolle beim bisherigen
Verfahren aufgeben und lernen, die Königsbrücker nicht nur als Fahrstrecke zwischen
Altstadt und Klotzsche wahrzunehmen, sagte Pröhl.
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