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Presseartikel zum Ausbau der Königsbrücker Straße
Königsbrücker: Ausbau ohne Planfeststellung
Mittelstück-Entwürfe müssen laut OB nicht dem Regierungspräsidium vorgelegt
werden
Der Umbau der Königsbrücker Straße kann im Januar 2003 ohne Planfeststellungsbeschluss
für das Mittelstück, aber mit 75-prozentiger Förderung des Freistaats gestartet werden. Davon
ist Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) überzeugt. Nach dem Schnüll-Plan wird
zwischen Louisenstraße und Bischofsweg am Straßenzuschnitt gar nichts geändert,
begründete Roßberg seine Ansicht gegenüber DNN, es gehe nur um die
Straßenraumaufteilung.
Der Plan des Hannoveraner Büros Schnüll, Haller und Partner war in der
vergangenen Woche bekannt geworden. Danach sollen die Autos künftig auf dem mittleren
Straßenabschnitt in beide Richtungen auf zwei Spuren rollen und sich dabei je eine Spur mit der
Straßenbahn teilen. Daneben wäre dann noch Platz für Parkstreifen, Rad- und Fußwege.
Das Wirtschaftsministerium ist Roßberg zufolge unterdessen von seiner kritischen Haltung gegenüber
den neuen Plänen abgerückt. Beim CDU-Neujahrstreffen am Freitag hat mir Ministerialdirigent
Rohde gesagt, dass ich keinen Brief erwarten muss, erklärte der OB. Als die Pläne zwei Tage
zuvor bekannt wurden, hieß es aus dem Ministerium, man arbeite an einem Schreiben an die Stadtverwaltung,
in dem auf die Bedingungen für die Förderzusage von Wirtschaftsminister Kajo Schommer (CDU)
hingewiesen werden solle. Demnach ist die 75-prozentige Unterstützung des 22,4 Millionen-Euro-Projektes an
einen besseren Verkehrsfluss nach dem Umbau der Straße gebunden. Ministeriumssprecher Burkhard
Zscheischler erklärte auf DNN-Anfrage, es gehe lediglich darum, dass jede Richtungsfahrbahn im Mittelteil
der Königsbrücker Straße mindestens 5,50 Meter breit sein muss, um je zwei Autospuren markieren
zu können. Das sei per Gesetz festgelegt. Diese Änderung würde jedoch bedeuten, dass die
Fahrbahn künftig mindestens elf Meter breit sein müsste und damit einen Meter breiter, als das jetzt
der Fall ist. Diese Platzzugabe, die Rossberg als harmlose Änderung bezeichnet, ist jedoch
nicht ohne das Regierungspräsidium (RP) machbar. Dort wird deshalb davon ausgegangen, dass der Umbau des
Mittelstücks keinesfalls ohne Planfeststellungsverfahren machbar ist.
Unterdessen zeichnet sich für eine ganz besonders enge Stelle der Straße eine überraschende
Lösung ab. Dem RP zufolge soll in den letzten Umbauplänen der Verkehrsbetriebe das Eckhaus an der
Louisenstraße keine Rolle mehr spielen. Das bedeutet, dass das Gebäude der breiten Straße zum
Opfer fallen würde. Eigentümer Eberhard Rißmann mochte sich zu diesen Gerüchten nicht
äußern.
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