Gesammelte Einsprüche (1) gegen den vierspurigen Ausbau

Allgemeine Hinweise zu den gesammelten Einsprüchen sowie eine Inhaltsübersicht finden Sie unter Einspruchsammlung.

Auf dieser Seite finden Sie die Einsprüche 1, 2, 3 und 4. Weitere: 5 bis 7, 8 bis 12.

Einspruch 1 – Einwendung gegen den den Stadtratsbeschluß vom 4. Mai 2000 „Ausbau Königsbrücker Straße“

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens zum Ausbau der Königsbrücker Straße erkäre ich, daß ich mit der am 4. Mai 2000 im Stadtrat beschlossenen Ausbauplanung nicht einverstanden bin. Da ich Ende 1999 Wohneigentum (derzeit in der Sanierung befindlich) zur Eigennutzung an der Königsbrücker Straße erworben habe, bin ich durch die Konsequenzen dieses Stadtratsbeschlusses für die Wohn- und Lebensqualität der Neustadt unmittelbar und in mehrfacher Hinsicht betroffen:

  1. Durch die faktische Zerschneidung der Neustadt durch die geplante 4-spurige Trasse verliert die Neustadt erheblich an Attraktivität und Lebensqualität (vgl. auch Stellungnahme des Denkmalschutzamtes vom 27.03.2000, Zeichen (48)K), mithin mindert dies den Wert der von mir erworbenen Immobilie.
  2. Aufgrund des verhältnismäßig geringen Einkaufsangebotes in der Umgebung meiner Wohnung bin ich nach dem Umzug ... auf die Einkaufsmöglichkeiten der Königsbrücker Straße und angrenzender Geschäfte der inneren Neustadt angewiesen. Aufgrund der geringen räumlichen Entfernung werde ich dort zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs sein. Die derzeitige Planung sieht gegenüber dem jetzigen Zustand stark verkleinerte Fußwege vor, Fahrradwege soll es überhaupt nicht geben. Dies empfinde ich als starke Behinderung bei der Erledigung alltäglicher Besorgungsgänge.

Ich schlage daher in Abänderung bzw. Ergänzung der beschlossenen Planung folgendes vor:

  • Separates Straßenbahngleis in Mittellage, Breite 6,50 m (Gleisachsabstand 3,00 m)
  • Die Beschränkung des Kraftfahrzeugverkehrs auf beidseitig einen Fahrstreifen mit einer Breite von je 2,75 m bis 3,25 m
  • wo nötig wie vorgesehen Linksabbiegerspuren an den Kreuzungen
  • beiderseits abschnittsweise Seitenstreifen (2,00 bis 2,50 m breit) für Parkstellflächen und Baumpflanzungen
  • beiderseits entweder durchgängige, überfahrbare Radwege (mind. 1,50 m breit) oder besser noch, wie auf der Lennéstraße Richtung Wiener Straße bereits erprobt, beiderseits eine markierte Radspur (Breite mind. 1,50 m) auf dem asphaltierten Fahrstreifen. Letzterer müßte gegenüber dem in Pkt. 2 genannten Maß um den entsprechenden Betrag verbreitert werden
  • ausreichende Anzahl von gesicherten (Zebrastreifen mit Blinklicht oder Fußgängerampel) Fußgängerquerungen, z. B. alle 150 m eine Querungsmöglichkeit.

Ich bitte Sie um eine schriftliche Bestätigung des Eingangs meiner Einwendung.

Mit freundlichen Grüßen, Anwohner 1

hoch

Einspruch 2 – Einspruch Königsbrücker Straße

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben möchte ich meine Einwände bezüglich des Ausbaus der Königsbrücker Straße gemäß dem Stadtratsbeschluss vom 4. Mai 2000 geltend machen.

Ich bin persönlich vom Ausbau betroffen, da die Königsbrücker Straße Bestandteil meines täglichen Arbeitsweges ist und ich auch viele Erledigungen entlang dieser Straße mache. Die meisten Wege lege ich dabei mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn zurück. Gegen die vom Stadtrat beschlossen Variante erhebe ich Einwendungen, da keine Radwege vorgesehen sind. Die absehbare Gefährdung der Radfahrer auf der 4-spurig ausgebauten Straße durch den MIV ist nicht hinnehmbar.

Es kann und darf nicht sein, dass der Radverkehr in dieser Stadt so vernachlässigt wird. Das derzeitige Radwege-Netz ist ein Flickwerk. Entlang der Hauptverkehrsadern müssen gut ausgebaute durchgängige Radwege vorhanden sein. Dass Radfahrer ständigen Gefahren ausgesetzt sind, wenn sie sich ohne eigenen Verkehrsraum fortbewegen müssen, kann man im südlichen Verlauf der Albertstraße und St. Petersburger Straße sowie auf der Bodenbacher Straße, wo die Angebotsstreifen an vielen Stellen unterbrochen sind, sehen.

Konkret bezogen auf die Baumaßnahme stelle ich fest, dass die Alternativstrecken für den Radverkehr in schlechtem Zustand sind und große Umwege bedeuten. Außerdem sind sie allenfalls für den Durchgangsverkehr akzeptabel, nicht aber für den Quell-/Zielverkehr auf der Königsbrücker Straße. Es muss neu überdacht werden, ob ein Ausbau mit nur einer Fahrspur pro Richtung zu Gunsten von Radwegen oder die Schaffung von durchgehenden Angebotsstreifen machbar ist. Die Kapazität der angrenzenden Knotenpunkten ist geringer als die der Königsbrücker Straße, somit ist diese überdimensioniert. In der Verkehrswissenschaft ist es außerdem eine bekannte Tatsache, dass der durch den Ausbau angezogene Verkehr die Stauprobleme in kurzer Zeit wieder aufleben lässt.

Mit einem weiteren Einwand beziehe ich mich auf das immer wieder genannte Argument „Anbindung des Flughafens“. Durch den in Bau befindlichen S-Bahn-Anschluss wird ein Ausbau der Königsbrücker Straße in diesem Maßstab überflüssig gemacht. Diese Tatsache wurde im bisherigen Verfahren zu wenig berücksichtigt.

Ich fordere folgende Maßnahmen:

  • Schaffung von durchgehenden, sicheren Radwegen auf der Königsbrücker Straße in beiden Richtungen (oder Angebotsstreifen)
  • Freigabe der Louisenstraße für Radfahrer in beiden Richtungen
  • Beseitigung des Kopfsteinpflasters im Dammweg und Geschwindigkeitsbeschränkung wegen der geringen Fahrbahnbreite
  • Erneuerung des schlechten Fahrbahnbelages und Einschränkung des Parkraums auf der Alaunstraße
  • Bessere Erreichbarkeit der Alaunstraße von Süden (durchgehende Lösung vom Ende des Radweges in der Albertstraße über den Albertplatz ohne Mitbenutzung der Fußwege)
  • Schaffung eines Radweges durch den Alaunpark zur Stauffenbergallee/Königsbrücker Straße als Fortsetzung der Alaunstraße

Wichtig bei den Ergänzungsmaßnahmen ist ihre Fertigstellung bis zum Bauende Königsbrücker Straße, um sofort Alternativen zu bieten.

Mit freundlichen Grüßen, Nutzer 2

hoch

Einspruch 3 – Verkehrsbauvorhaben Königsbrücker Straße Einwendung im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens (vgl. Amtsblatt Nr. 18 vom 5.5.2000)

Unsere Königsbrücker morgen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens zum Ausbau der Königsbrücker Straße erkläre ich, dass ich mit der am 4. Mai 2000 im Stadtrat beschlossenen Ausbauplanung nicht einverstanden bin. Da ich Ende 1996 Wohneigentum zur Eigennutzung erworben habe, bin ich durch die Konsequenzen dieses Stadtratsbeschlusses für die Wohn- und Lebensqualität der Neustadt in mehrfacher Hinsicht betroffen:

Als Gründe für meine Ablehnung des vierspurigen Ausbaus nenne ich:

Städtebauliche Konflikte

Durch die faktische Zerschneidung der Neustadt durch die geplante 4-spurige Trasse verliert die Neustadt erheblich an Attraktivität und Lebensqualität. Das Überqueren der Fahrbahn wird bei einer 4-spurigen Verkehrsführung schwer, oder überhaupt nur an den mit Ampeln ausgerüsteten Kreuzungsbereichen möglich sein.

Widersprüche gegen eine Reihe von Beschlüssen des Dresdner Stadtrats

  • Erneuerungskonzept für das Sanierungsgebiet Äußere Neustadt
    (Beschluss aus dem Jahr 1993: „Die künftige Gestaltung der Profile und des Straßenraumes muss gleichzeitig sicherstellen, dass die Höhe des Verkehrsaufkommens nicht zur Entstehung städtebaulicher Barrieren führt und die Funktion dieser Straßen als Quartierszentren, Wohnungs- und Gewerbestandorte nicht nachhaltig beeinträchtigt wird.“ und Fortschreibung des Erneuerungskonzepts von 1999). Die Ziele der Sanierung sehen eine umwelt- und sozialverträgliche Entwicklung des Gebiets vor. Mit dem vierspurigen Ausbau ist keine Verringerung der mit dem Verkehr verbundenen Emissionen und eine zusätzliche Bodenversiegelung verbunden.
  • Erhaltungsatzung nach § 172 Abs. 1. Nr. 1 für die Äußere Neustadt
    Der größte Teil des für den Ausbau vorgesehenen Straßenbereichs liegt innerhalb des Geltungsbereichs der Erhaltungssatzung. Die Ausbauvariante widerspricht dem grundsätzlichen Ziel des Erhalts der städtebaulichen Eigenart des Gebiets.
  • Beschluss des Stadtrates über die Berücksichtung ökologischer Aspekte bei der Bauleitplanung von 1996
    Darin heißt es sinngemäß, dass insbesondere in den besonders überwärmten und stark versiegelten Gebieten (auch Äußere Neustadt) der Anteil versiegelter Flächen zu reduzieren ist. Der Ausbau ist jedoch mit einer zusätzlichen Versiegelung verbunden.
  • Verkehrskonzept der Stadt Dresden von 1994
    Insbesondere Verstoß gegen Punkte 6, 7 und 8 der Ziele und Prioritäten der Verkehrspolitik der Stadt („Der Dresdner Stadtverkehr muss zur Daseinsvorsorge beitragen und auf die Wahrung und Ausprägung der städtischen und städtebaulichen Identität, besonders der des Stadtzentrums und der Stadtteilzentren, bedacht sein.“ Weiterhin verstößt die Variante ebenfalls gegen den Grundsatz der Minimierung des Flächenverbrauchs durch Verkehrsanlagen sowie dem Ziel zur Reduzierung der verkehrsbedingten Immissionen.
  • Flächennutzungsplan der Stadt Dresden von 1997
    • Verstoß gegen das Ziel zur Verringerung der verkehrsbedingten Immissionen
    • Verstoß gegen das Ziel zur Entwicklung des Ortsteilszentrums an der Königsbrücker Straße – die Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels wird durch die umfassenden Umbauarbeiten – vor allem durch die erhebliche Einschränkung der Breite des Fußwegs (Boulevard) erheblich eingeschränkt. (vgl. Beiplan Arbeiten)
    • Verstoß gegen den Grundsatz der nachhaltigen Stadtentwicklung (vgl. weitere Ausführungen)

Verlust von Identität des Stadtteils – Verlust von Stadtidentität

Die Identität der Königsbrücker Straße, bereits von Erich Kästner beschrieben und bis heute erhalten, wird durch den vierspurigen Ausbau der Straße zerstört. Damit wird ein Stück der im 2. Weltkrieg verlorenen Identität Dresdens verloren gehen und die Attraktivität der Äußeren Neustadt reduziert. Indirekt wird somit auch der Wert meines Grundstücks (Teileigentum) verringert.

Verstoß gegen die Grundsätze einer nachhaltigen Stadtentwicklung

Mit dem vierspurigen Ausbau wird wegen der von den Knotenpunkten bestimmten Verkehrsmenge keine zusätzliche Verkehrsmenge bewältigt. Der vierspurige Ausbau ergibt nur dann einen Sinn, wenn anschließend sowohl die Knotenpunkte als auch die angrenzenden Hauptstraßen in diesem Sinne ausgebaut werden.

Dies entspricht meiner Auffassung nicht dem zu erwartenden Bedarf, widerspricht der international sich immer stärker durchsetzenden Auffassung das nur durch eine Reduzierung des MIV eine Verbesserung der Lebensqualität in den Städten zu erreichen ist. Schon lange sind als Ursachen für die andauernde Abwanderung von Familien in das Umland die abnehmende Wohnumfeldqualität (Straßenlärm, fehlende Grün- und Freiflächen) bekannt und benannt. Der 4-spurige Ausbau verstärkt diese Tendenzen.

Das Fehlen eines durchgängigen und vom Autoverkehr abgetrennten Fahrradwegs ist wegen des Fehlens zumutbarer Alternativen im Umfeld, insbesondere wegen des im Vergleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt hohen Aufkommens von Fahrradverkehr im Viertel, nicht hinnehmbar. Ich benutze oft die Königsbrücker Straße als Fahrradverbindung. Der vierspurige Ausbau ohne Radweg ist nicht geeignet um meine Sicherheit als Radfahrer zu verbessern.

Belastung meiner Gesundheit und der Gesundheit meiner Familie

Bereits heute zählt die Äußere Neustadt zu den Gebieten, die aus klimatischer Sicht als kritisch bewertet wurden (vgl. Umweltatlas der Stadt Dresden). Da ich unter Atembeschwerden leide (Asthma), spreche ich mich gegen jede weitere Bodenversiegelung innerhalb des Stadtgebietes, mit Ausnahme der kriegsbedingten Baulücken im Innenstadtbereich, gegen jede Fällung eines gesunden, alten Baumes und gegen das Schaffen von Voraussetzungen für das weitere Wachstum des Individualverkehrs in der Stadt aus.

Der vierspurige Ausbau wird meiner Meinung nach die klimatische Situation im Stadtgebiet zusätzlich verschlechtern. Die Fällung der alten Alleebäume kann durch die Neupflanzung im Hinblick auf die ökologischen Effekte der alten Bäume nicht ausgeglichen werden.

Der 4-spurige Ausbau der Königsbrücker Straße würde mich in meinem unmittelbaren Recht auf eine gesunde Umwelt einschränken.

Ich schlage in Abänderung bzw. Ergänzung der beschlossenen Planung folgendes vor:

  • Separates Straßenbahngleis in Mittellage, Breite 6,50 m (Gleisachsabstand 3,00 m),
  • Die Beschränkung des Kraftfahrzeugverkehrs auf beidseitig einen Fahrstreifen mit einer Breite von je 2,75 m bis 3,25 m,
  • wo nötig wie vorgesehen Linksabbiegerspuren an den Kreuzungen,
  • beiderseits abschnittsweise Seitenstreifen (2,00 bis 2,50 m breit) für Parkstellflächen und Baumpflanzungen,
  • beiderseits entweder durchgängige, überfahrbare Radwege (mind. 1,50 m breit) oder besser noch, wie auf der Lennéstraße Richtung Wiener Straße bereits erprobt, beiderseits eine markierte Radspur (Breite mind. 1,50 m) auf dem asphaltierten Fahrstreifen. Letzterer müsste gegenüber dem in Pkt. 2 genannten Maß um den entsprechenden Betrag verbreitert werden,
  • ausreichende Anzahl von gesicherten (Zebrastreifen mit Blinklicht oder Fußgängerampel) Fußgängerquerungen, z. B. alle 150 m eine Querungsmöglichkeit.

Vielleicht sollte sich Dresden unter anderem in der Stadt Taucha (Modellstadt: Die ökologische Stadt in Sachsen) über zukunftsweisende Verkehrsplanung informieren. Umweltminister (bis 1998 – der webmaster) Vaatz (CDU) empfiehlt die dortigen Maßnahmen zur ökologisch orientierten Verkehrsplanung und Stadtentwicklung als „modellhafte Vorhaben kommunaler Umweltpolitik im Freistaat Sachsen“ und regt zur Nachahmung an.

Ich bitte um eine Mitteilung über den Eingang meiner Einwendung.

Mit freundlichen Grüßen, Anwohner 3

hoch

Einspruch 4 – Einspruch gegen den Stadtratsbeschluß vom 4.Mai 2000 „Ausbau Königsbrücker Straße“

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen des laufenden Planfeststellungsverfahrens zum Ausbau der Königsbrücker Straße erkläre ich, daß ich mit der am 4.Mai 2000 im Stadtrat beschlossenen Ausbauplanung nicht einverstanden bin.

Ich wohne im Süden von Dresden und nutze regelmäßig die Königsbrücker Straße, um in den Nordteil der Stadt zu gelangen, da dort meine Familie und viele meiner Freunde wohnen. Desweiteren besuche ich oft die Straßencafes, sowie die Einkaufsmöglichkeiten und das Kino dieser Straße.

Meist benutze ich dazu das Fahrrad. Bisher empfand ich diesen Weg schon als Zumutung, weil ich auf der mit Kopfstein gepflasterten überfüllten Straße aus Sicherheitsgründen nicht mit dem Rad fahren wollte.Auf dem Gehweg stellte ich eine Behinderung für Fußgänger dar, außerdem ist es lt. Straßenverkehrsordnung verboten.

In dem geplanten Ausbau der Königsbrückerlandstraße sah ich eine Chance, die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer, Geschäftsleute, Anwohner) zu befriedigen.

Ihren Beschluß, die Königsbrückerstraße vierspurig, ohne Radweg und mit einem Gehweg von nur 2,50m – 3,50m Breite auszubauen, kann ich in keiner Weise akzeptieren sowie nachvollziehen, da ich befürchte, dadurch in meinen Bedürfnissen stark eingeschränkt zu werden.

Es wird zukünftig

  1. für mich das Radfahren entlang der Königsbrücker Straße überhaupt nicht mehr möglich sein.
  2. ein gemütlicher Einkaufsbummel zu Fuß, aufgrund der flächenmäßig stark reduzierten Gehwege und des erhöhten Lärm- u. Abgaspegels eingeschränkt (übrigens auch für Touristen), außerdem die Überquerung der Straße zwischen Bischofsweg und Louisenstraße nicht mehr möglich sein.

Ich schlage daher folgende Änderungen der Planung vor:

  • separates Straßenbahngleis in Mittellage, Breite 6,50 m
  • Beschränkung des Kfz-Verkehrs auf beidseitig einen Fahrstreifen mit einer Breite von je 2,75 m – 2,50 m
  • beidseitig durchgängige, überfahrbare Radwege
  • ausreichende Anzahl von gesicherten Fußgängerquerungen.

Ich bitte Sie, den Beschluß im Sinne eines umweltverträglichen Stadtverkehrs, eines gleichberechtigten Miteinanders der verschiedenen Verkehrsteilnehmer – ohne eine Bevorteilung des Autoverkehrs – zum Schutz und Wohle der Bürger und vorallem der Anwohner, zu ändern und den Eingang meines Einspruchs schriftlich zu bestätigen.

Vielen Dank für Ihre Mühe.

Mit freundlichem Gruß, Nutzerin 4

hoch

Einspruch 5 – Zum Planfeststellungsverfahren Ausbau Königsbrücker Straße

Die Ausbaupläne für die Königsbrücker Straße lehne ich in der derzeitigen Form ab. Es ist nicht zu verantworten, dass die Autofahrer gegenüber Fußgängern und Radfahrern derartig bevorzugt werden. Einen Radweg halte ich für unabdingbar für eine so wichtige Verkehrsader, zumal den Radfahrern keine brauchbaren Alternativen zur Verfügung stehen. Der Radverkehr wird in Dresden leider nicht in dem Maße gefördert, wie es im Rahmen der Agenda 21 notwendig wäre. Die vorliegende Planung ist hierfür ein deutlicher Beweis.

Es reicht vollkommen aus, eine Autofahrspur je Richtung vorzusehen. Nur so kann eine unerträgliche Steigerung des Verkehrslärms für die Anlieger vermieden und die vorhersehbare Entmietung der verhältnismäßig dicht an der hoch verkehrsbelasteten Straße stehenden Mehrfamilienhäuser gestoppt werden. Der Wohn- und Lebensqualität der Anlieger sollte weitaus höhere Bedeutung zugemessen werden, als dem Bedürfnis der Autofahrer, die Stadt zügig zu durchrasen.

Die Straße darf nicht zum unüberwindbaren Hindernis werden, um als Kunde von einem Geschäft auf der einen Seite zu einer Handelseinrichtung auf der anderen Seite zu gelangen. Straßen sollen verbindende, nicht trennende Elemente in einer Stadt sein. Auch die Reduzierung der Parkmöglichkeiten ist für die ansässigen Händler und Dienstleister absolut schädlich. Die Folge wäre ein Abwandern der gewerblichen Nutzer bzw. ein Leerstand der Erdgeschossbereiche wegen zu geringer Kundenfrequenz.

Ich fordere eine Rückkehr zur Ausbaukonzeption 1995 mit durchgängiger Rad- und Gehbahn sowie Seitenstreifen mit Parkmöglichkeiten, aufgelockert von vielen Bäumen. Dresden soll eine grüne und lebenswerte Stadt bleiben. Die mit der Planung verbundene radikale Reduzierung von Vorgärten und das Fällen ganzer Baumreihen widerspricht nicht nur dem Gedanken der Nachhaltigkeit, sondern auch dem gesunden Menschenverstand.

Wenn wir die Schönheit dieser Stadt nicht achten und sie nicht nach Kräften vermehren, wird die schon begonnene Abwanderung ihrer Bewohner ins Umland ungebremst weiter gehen. Eines Tages wird dieses Stadtgebilde eine leere Hülle sein. Für Fehlplanungen der vorliegenden Art, die in genau diese Richtung führen, auch noch Fördermittel einzusetzen, müsste jeder verantwortungsbewusste Entscheidungsträger ablehnen!

Bewohnerin 5

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