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Presseartikel zur OB-Wahl 2001
Roßberg gewinnt in Dresden
FDP-Politiker neuer Oberbürgermeister
Der FDP-Politiker Ingolf Roßberg ist neuer Dresdner
Oberbürgermeister. Der parteiunabhängige Bewerber erhielt am
Sonntag im zweiten Wahlgang 47 Prozent der Stimmen, teilte das
Wahlbüro der Stadt mit. Der seit der Wende regierende CDU-Amtsinhaber
Herbert Wagner kam auf 40 Prozent. Der letzte Dresdner
SED-Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer (parteilos), der
überraschend noch angetreten war, erhielt 12,2 Prozent. Roßberg
war von Bürgerinitiativen, SPD, PDS, Grünen und FDP
unterstützt worden. Die Neuwahl war notwendig geworden, da im ersten
Wahlgang vor zwei Wochen keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit
erreicht hatte. Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei 48,7 Prozent. Vor
zwei Wochen hatte sie mit 48,14 Prozent noch etwas niedriger gelegen.
Amtsinhaber Wagner hatte bereits vor Abschluss der Stimmauszählung
seine Niederlage eingeräumt. Es ist eine bittere
Niederlage, sagte er. Er habe nicht damit gerechnet, dass der Abstand
zu seinem Herausforderer so groß sei. Roßberg warb nach
Verkündung seines Wahlsiegs für ein überparteiliches
Zusammenwirken aller Kräfte zum Wohle der Kommune. Der gebürtige
Dresdner war von 1990 bis 1994 Stadtentwicklungsdezernent in der
Landeshauptstadt. Danach ging er bis 2000 als Erster Bürgermeister
nach Radebeul.
Insgesamt wurden in drei Landkreisen sowie 54 Städten und Gemeinden
Landräte und Bürgermeister gewählt. In Zwickau setzte sich
ein CDU-Politiker durch. Damit ist Zwickau die einzige der sieben
kreisfreien Städte Sachsens, die noch von der CDU regiert wird. In
Hoyerswerda wurde der PDS-Amtsinhaber bestätigt. Im Leipziger Land
siegte die SPD erstmals bei einer Landratswahl. Auch die Landkreise
Freiberg und Annaberg gingen der CDU verloren. Bisher waren alle Landkreise
im Freistaat CDU-regiert.
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