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Presseartikel zur OB-Wahl 2001
Jetzt sind wir erstmal unten
Herbert Wagner hat die Wahl endgültig verloren
Haben Sie mit so einem Ergebnis gerechnet?
Nein, für mich war alles offen. Ich habe gekämpft und wollte
gewinnen. Außerdem habe ich mit einem knappen Ergebnis gerechnet, das
lange ausgezählt werden muss. Dass es so deutlich ausgefallen ist,
empfinde ich als besonders bitter.
Worauf führen Sie Ihre Niederlage zurück?
Ich möchte am Wahlabend keine Analyse abgeben. Am Wetter lag es
bestimmt nicht. Auch nicht an meinem Wahlkampfteam, dem ich herzlich danke.
Ich musste mich im Wahlkampf nicht verbiegen, keine Versprechungen abgeben,
die ich nicht halten kann. Aber wenn eine Wechselstimmung, wie jetzt in der
Stadt da ist, dann zählen auf einmal die Erfolge der vergangenen Jahre
nicht mehr. Auch nicht die Arbeit eines eingearbeiteten Teams im Rathaus.
Eine Partei stand im Wahlkampf allein gegen alle anderen. Der Wechsel war
das Hauptziel. Jetzt sind wir erst einmal unten, aber es geht auch wieder
aufwärts.
Wie haben Sie den Wahltag verbracht?
Ich bin um 9 Uhr zur Wahl gegangen, danach habe ich am Dekanatstag der
Hofkirche teilgenommen.
Wie geht es mit Ihnen persönlich weiter? Haben Sie schon eine neue
Arbeit?
Nein. Ich habe mir noch keine Gedanken um die meine weitere berufliche
Zukunft gemacht.
Fahren Sie jetzt erst einmal wie geplant in den Sommerurlaub?
Den verschiebe ich um eine Woche. Jetzt wird erst einmal weiter im Rathaus
gearbeitet.
Was steht am heutigen Montag auf Ihrem Programm?
Am Morgen konstituiert sich die Findungskommission, um die Kandidaten
für die künftige Besetzung der Dezernate auszuwählen. Ich
sorge für ihre Konstituierung, werde aber daran nicht mehr mitwirken.
Danach fahre ich zur Tagung des Sachsenfinanzverbandes nach Leipzig und
abends geht`s in den CDU-Kreisvorstand.
| Sächsische Zeitung (Das Gespräch
führte Bettina Klemm) 25. Juni 2001
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