Presseartikel zur OB-Wahl 2001

„Das Thema ist für mich erledigt“

Wolfgang Berghofer gehört zu den Verlierern der OB-Wahl. Sein Comeback als Oberbürgermeister von Dresden ist gescheitert. Nur 12,2 Prozent der Dresdner wollten den früheren SED-Oberbürgermeister wieder an der Spitze der Stadt sehen. Gestern verließ das „Phantom“ der Wahl wieder die Stadt – Termine in Leipzig und Berlin. Im Kurzinterview nahm er Stellung zum Ausgang der Wahl.

DNN: Sind Sie enttäuscht? Hat Sie das Ergebnis überrascht?

Wolfgang Berghofer: Ich bin nicht enttäuscht. Die Wähler haben sich entschieden. Überrascht bin ich nicht. Dieses Ergebnis war nach allen Umfragen absehbar.

Nach Ihrer Rechnung wollten sie 10 Prozent von den Nichtwählern gewinnen und Roßberg und Wagner jeweils 15 Prozent abnehmen. Warum hat das nicht geklappt?

Was soll's … (verärgert). Der Souverän hat entschieden. Was soll ich dazu noch sagen.

Damit ist das Thema Rückkehr nach Dresden für Sie abgehakt?

Das Thema ist für mich erledigt. Ich wünsche Dresden alles Gute. Man muss jetzt in der Stadt schnell zur Tagesordnung übergehen. Und man muss das Beste draus machen.

Und eine Rückkehr nach Sachsen mit einem Landtagsmandat?

Dazu werde ich mich jetzt nicht äußern. Es gibt noch keine konkreten Pläne.

Sie haben vor der Wahl angeboten, sich um Investoren für das Ostragehege bemühen zu wollen. Steht das Angebot noch?/p>

Das habe ich immer gesagt – egal wer gewinnt.

Haben Sie noch ein Wort oder einen Rat für den Wahlsieger Ingolf Roßberg?

Da weiß ich nichts. Ich glaube auch nicht, dass er von mir einen Rat annehmen würde.

Dresdner Neueste Nachrichten (Interview: A. Binninger) 26. Juni 2001

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