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Presseartikel zur OB-Wahl 2001
FDP jubelt, SPD zufrieden, CDU schweigt
Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik stellt die FDP in einer
Landeshauptstadt den Oberbürgermeister. Das war für den Chef der
Liberalen, Guido Westerwelle, natürlich ein Grund zur Freude:
Bei aller Besonderheit der Situation in Dresden, der Erfolg von
Ingolf Roßberg bestätigt eindrucksvoll, dass die FDP in Sachsen
über eine hervorragende kommunale Basis verfügt. Die FDP bleibt
kommunalpolitisch in Sachsen die zweite Kraft. Das sei eine Erfolg
versprechende Ausgangslage für das Wiedererstarken der
sächsischen FDP auch auf Landesebene. Vom Dresdner Wahlergebnis
erhoffe er sich Rückenwind für die Wahlen in Hamburg und
Berlin.
Müntefering: Sachsen gehört nicht der CDU
Die Bundes-SPD zeigte sich gestern zufrieden mit dem Ausgang der
Kommunalwahlen in Sachsen. SPD-Generalsekretär Franz Müntefering
sagte nach der Sitzung des Parteipräsidiums in Berlin, durch die
Wahlen sei einiges in Bewegung gesetzt worden. Die CDU habe in
mehreren großen Städten und in drei Landkreisen verloren.
Für die CDU geht es in Sachsen bergab. Sachsen gehört nicht
der CDU, das werde sich auch bei späteren Wahlen zeigen.
Grünen-Vorsitzender Fritz Kuhn wertete die Wahl Roßbergs als
ein Aufbruchssignal für die Stadt. Doch bundesweit wird
man die Unterstützung der Grünen für den neuen Dresdner OB
dennoch nicht seiner Partei gutschreiben.
Das weitgehende Schweigen der sächsischen Union nach der herben
Wahlniederlage fand in Berlin seine Entsprechung. Für die CDU-Spitze
um Angela Merkel war das sächsische Ergebnis wohl kein Thema. Dort ist
man offenbar weiterhin nur mit hausgemachten Problemen beschäftigt.
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