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Presseartikel zur OB-Wahl 2001
Ich will noch etwas bewegen
Wagner geht, CDU bleibt
Oberbürgermeister Herbert Wagner (CDU) will erst nach seinem Abschied
aus dem Rathaus am 31. Juli über seine berufliche Zukunft entscheiden.
Im August werde ich nachdenken, was ich mache, sagte Wagner
gestern bei einer Pressekonferenz mit den Spitzen des CDU-Kreisverbands der
Fraktion und der Jungen Union. Er werde Zeit brauchen, das Wahlergebnis zu
realisieren, sagte Wagner. Vor ihm liege noch ein Lebensabschnitt:
Ich werde im September 53 Jahre alt und will noch etwas
bewegen. Ob das in der Politik oder außerhalb geschehen soll,
ließ er offen. Bedeutung maß Wagner einer Aussage von
Politikwissenschaftler und TU-Professor Werner Patzelt im vergangenen Jahr
zu: Der habe mit seiner Ansicht, dass ein Volkstribun wie Wolfgang
Berghofer ihn als OB stürzen könne, meinungsbildend in alle
Lager hinein gewirkt.
Die Wahlniederlage hat in der CDU nur für Wagner unmittelbare
Konsequenzen. Überlegungen zu vorgezogenen Neuwahlen fanden nach
Angaben von Parteichef Dieter Reinfried im Kreisvorstand keine Mehrheit. In
den nächsten Tagen, Wochen, Monaten werde sich zeigen, wer
bereit ist Verantwortung zu tragen.
Zum Verhältnis zum künftigen OB sagte Reinfried, die CDU werde
sich sinnvollen Kompromissen nicht verschließen. Er mochte sich von
Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) keine Entschuldigung an
Roßberg für dessen Schrott aus
Wuppertal-Äußerung wünschen. Ich denke, dass in
Wahlkampfsituationen die Akzente schon ein wenig verschoben werden
dürfen. Statt dessen sprach er sich für Schritte von
beiden Seiten aufeinander zu aus.
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