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Presseartikel zur OB-Wahl 2001
Wagner-Abschied ohne Roßberg
Alter und neuer Oberbürgermeister sprachen am Sonnabend über
Amtsübergabe
Ingolf Roßberg, der am 1. August Herbert Wagner als
Oberbürgermeister ablöst, will die Wahl der künftigen
städtischen Dezernenten in Ruhe vorbereiten können und
schließt einen späteren Termin nicht aus. Die Findungskommission
mit Wagner und den Fraktionsvorsitzenden hatte am Freitag beschlossen, die
Wahl vom 9. auf den 23. August zu verschieben. Wenn ich auch mal
orakeln soll, dann reicht das nicht. Denn mit dem einen oder anderen
Bewerber will ich ja vielleicht auch noch sprechen, sagte
Roßberg gestern den DNN. Der OB hat das Vorschlagsrecht für die
Verwaltung. Laut Roßberg hat ihn Wagner bei einem rund
einstündigen Gespräch am Sonnabend gebeten, erst nach seiner
Amtsübernahme Einblick in die Bewerbungsunterlagen zu nehmen.
Die förmliche Übergabe des Amts soll am 1. August um 8.30 Uhr im
Rathaus über die Bühne gehen. Am Vorabend ist eine Verabschiedung
Wagners durch den Stadtrat vorgesehen. Roßberg wird daran nicht
teilnehmen. Ich bin gebeten worden, nicht dabei zu sein, sagte
er.
Heute erlebt Roßberg in Wuppertal selbst einen Abschied. Auf seiner
letzten Sitzung im dortigen Rat der Stadt stehen 71 Themen auf der
Tagesordnung. Beim Kreisparteitag der Wuppertaler FDP, aus der mehrfach
kritische Töne zu seinem hiesigen Wahlkampf gekommen waren, gab es
für Roßberg nach dessen Angaben einen großen
Bahnhof und zum Abschied einen Wuppertal-Bildband.
Roßberg wies gestern darauf hin, dass es außer ihm noch eine
Verbindung zwischen dem Dresdner und dem Wuppertaler Rathaus gibt: beide
habe der Architekt Karl Roth entworfen, und über dem Eingang des
Wuppertaler Ratssaals stehe die Inschrift der Dresdner
Oberbürgermeisterkette Salus publica suprema lex.
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