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Presseartikel zur OB-Wahl 2001
Roßberg will Verwaltung umgestalten
40 bis 60 Millionen Mark Einsparmöglichkeiten pro Jahr
Er ist noch nicht ganz im Amt, aber hat schon jede Menge Ideen und
Pläne im Kopf. Der neu gewählte Dresdner Oberbürgermeister
Ingolf Roßberg (FDP), der zum 1. August 2001 sein neues Amtszimmer im
Rathaus bezieht, will sich in den nächsten Wochen intensiv mit einer
umfassenden Reform der Stadtverwaltung beschäftigen. Großes
Einsparpotenzial sieht Roßberg bei den zahlreichen
übertariflichen Zahlungen für Rathaus-Mitarbeiter. Da
könnten wir pro Jahr etwa 40 bis 60 Millionen Mark einsparen,
rechnete Roßberg gestern vor. Da sind doch unsere Zahlungen
für Kultureinrichtungen Peanuts dagegen, ist er empört.
Was könnten wir mit diesem Geld alles in Dresden bewegen.
Klare Zustimmung zu diesem Vorschlag kam gestern bereits von der CDU.
Fraktionssprecher Jürgen Eckoldt: Wir unterstützen ihn
dabei gerne.
Den großen personellen Kehraus soll es unter Roßberg im
Rathaus nicht geben. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht
vorgesehen. Allein in den nächsten sieben Jahre werden etwa
2.000 Mitarbeiter aus Altersgründen nicht mehr da sein,
schätzt er. Wir brauchen jetzt in enger Abstimmung mit dem
Personalrat erstmal einen Personalentwicklungsplan. Bereits in 14
Tagen ist das erste Treffen angesetzt. Roßberg macht Tempo. Sein
Ziel: eine straffere Stadtverwaltung, ein Rathaus mit klarem
Dienstleistungscharakter.
Weiterhin äußerst schweigsam ist Roßberg derzeit noch bei
der Frage der sechs neu zu besetzenden Dezernentenposten. Ich habe
noch keinen Einblick in die Bewerbungen, bremste er Spekulationen
über angeblich schon gefallene Personalentscheidungen. Solange
beteilige ich mich auch nicht an irgendwelchen Orakeleien. Bereits am
kommenden Wochenende will sich Roßberg jedoch mit Spitzenvertretern
der CDU-Fraktion treffen. Ein Tagesordnungspunkt dabei: die Vergabe der
Dezernentenposten.
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