Presseartikel zur OB-Wahl 2001

Wagner nimmt Abschied als OB

Letzter Amtstag nach elf Jahren – Feier im Plenarsaal

Im Plenarsaal, in dem er als Oberbürgermeister Dutzende von Stadtratssitzungen geleitet hat, geht heute Nachmittag nach elf Jahren die Amtszeit von CDU-Mann Herbert Wagner zu Ende. Sein Nachfolger Ingolf Roßberg ist, wie schon vor Wochen vereinbart, nicht dabei: Die Abschiedsfeier soll ganz dem scheidenden OB gehören.

Wagner war am 23. Mai 1990 in der Stadtverordnetenversammlung, dem Vorläufer des Stadtrats, zum OB gewählt worden. Als 1994 die Bürger in direkter Wahl entschieden, wählten sie ihn mit deutlichem Vorsprung für weitere sieben Jahre. In diesem Juni hingegen unterlag er Roßberg in beiden Wahlgängen.

Der scheidende OB will sich einige Monate Zeit lassen, um über seine berufliche Zukunft zu entscheiden. Viel länger mag er nach eigenen Worten nicht von der monatlichen Grundversorgung von 4.800 Mark brutto leben, die ihm nach elf Dienstjahren zusteht. „Ich möchte die nächsten zwölf Jahre nicht im Liegestuhl verbringen, ich möchte eine Aufgabe und meine Familie ernähren“, sagt er jüngst im DNN-Interview.

Roßberg, der 1994 zu Wagners erfolglosen acht Gegenkandidaten gehörte, übernimmt nach Plan Mittwoch Morgen um 8.30 Uhr die Amtskette von Wagner und ist dann auch offiziell Chef im Rathaus. An seinem ersten Tag will er sich mit den Dezernenten zusammensetzen und mit dem Gesamtpersonalrat sprechen. Für den Nachmittag hat er die Amtsleiter und Chefs der städtischen Eigenbetriebe und Unternehmen zusammen gerufen.

Dresdner Neueste Nachrichten (sta) 31. Juli 2001

Nächster Artikel: Für OB Wagner ist ein Lebensabschnitt zu Ende

Vorheriger Artikel: Roßberg will Umweltdezernat durchsetzen

Übersicht: Alle Artikel

Königsbrücker | OB-Wahl | Staustufen | Leben-in-Dresden