Presseartikel zur OB-Wahl 2001

Wagner sagt danke

Dresden elf Jahre gedient / Empfang im Rathaus

Einen schöneren Abschied hätte sich Herbert Wagner nicht wünschen können. An seinem letzten Tag als Oberbürgermeister von Dresden war soviel Prominenz im Rathaus wie selten, darunter Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) und die Minister Kajo Schommer, Thomas de Maiziere, Manfred Kolbe und Hans-Joachim Meyer (alle CDU). „Sie haben in einer unruhigen Zeit gearbeitet“, sagte Biedenkopf. „Dresden ist zu einer blühenden Stadt geworden.“ Für die Bürgermeister dankte Wagners Stellvertreter Klaus Deubel (SPD) dem scheidenden OB. „Sie haben mir in zehn Jahren Zusammenarbeit uneingeschränkt vertraut“, sagte Deubel. „Zur Zeit ihres Amtsantritts war vieles desolat in Dresden. Heute werden sie immer wieder eine enge Verbindung ihres Handelns erleben, wenn sie durch die Straßen gehen.“

SPD-Fraktionschef Andreas Herrmann hatte Blumen mitgebracht: „Sie sagten, nach der Wahlniederlage sei ein Empfang nicht angebracht, ich habe ihnen widersprochen. Sie sind Ihr Amt bei Ihrem Antritt vor elf Jahren aufrecht angegangen, Sie können es auch aufrecht verlassen.“ Auch Ronald Weckesser von der PDS erwies Wagner seine Achtung. „Niemand kann Ihnen Ihr Engagement absprechen. Ein Freund aus Ungarn sagte mir, Dresden ist wieder so schön, warum wollt ihr den ablösen?“ Wagner selbst wirkte gelöst. „Natürlich wäre ich bei der Weihe der Synagoge, der Eröffnung des VW-Werkes oder der Waldschlößchenbrücke gerne dabeigewesen,“ sagte er. Aber es sollte nicht sein. Ich danke allen Dresdnern, die beim Wiederaufbau mitgewirkt haben. Dem neuen OB wünsche ich eine glückliche Hand.“

Sächsische Zeitung (SZ/les) 1. August 2001

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