Waldschlößchenbrücke – Presse-Artikel

Artikel aus: Dresdner Neueste Nachrichten (rare) 26. März 2003

Info-Kampagne der Kritiker: Kann Dresden sich die Waldschlößchenbrücke leisten?

Die Waldschlößchenbrücke ist von Übel. Sie zerstört den gewachsenen Natur-Kultur-Raum an der Elbe. Sie zieht wie ein Magnet den überörtlichen Verkehr in die Stadt. Sie ist keine Entlastung für das „Blaue Wunder“. Sie bringt nur Lärm, Schmutz und Schadstoffe. Davon ist jedenfalls der ehemalige Stadtkonservator Hermann Krüger überzeugt.

Krüger ist nicht allein. Eine sechsköpfige Bürgerinitiative (BI) Waldschlößchenbrücke um den fraktionslosen Stadtrat Wolfhard Pröhl und den Neustädter Friedrich Boltz macht jetzt mobil gegen das Bauwerk. Anlass: das Planfeststellungsverfahren. Bis 24. April sind Einwendungen möglich. Nur wer „einwendet“, kann später notfalls klagen. Aber wer zieht sich schon gerne ein Dutzend Projektordner mit hunderten Seiten Verwaltungsdeutsch rein? Das hat die BI für die Bürger getan, sie bietet außerdem Kartenmaterial und erklärt jedem Wissensdurstigen den Verkehrszug Waldschlößchenbrücke mit all seinen Konflikten. Und die quellen laut Pröhl aus jedem Zipfel, den man lupft, haufenweise hervor.

„Das ist eine Autobahn über die Elbwiesen“, schimpft die BI über die Brücke, die einseitig auf Autos ausgelegt sei. Auf eine Straßenbahnoption wurde verzichtet, ein Buskonzept liege nicht vor. Der Verkehr habe sich völlig anders entwickelt als 1996 (da beschloss der Stadtrat die Brücke) vorhergesehen. Im Grunde bräuchte man die Brücke nicht mehr. Sie bringe nur Ärger: Der überörtliche Verkehr aus Berlin oder Polen werde statt der neuen Autobahn die Abkürzung über die Brücke nach Heidenau nehmen und so den Großen Garten belasten. „Mischen Sie sich ein“, fordert Boltz. Gebe es allerdings nur gleichgültige Dresdner, haben wir es nicht anders verdient, sagt er ein wenig fatalistisch.

Einsicht der Planungsunterlagen bis 10. April im Technischen Rathaus, Hamburger Str. 19, Zi. 1152, Mo+Mi 8–16 Uhr, Di+Do 8–18 Uhr, Fr 8–14 Uhr sowie bis 24. April im Stadtteilhaus Äußere Neustadt, Prießnitzstr. 18, Di+Do 17–21 Uhr.

Im Internet unter www.Leben-in-Dresden.de oder www.gruene.de/dresden.

Artikel aus: Dresdner Neueste Nachrichten (rare) 26. März 2003

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