Waldschlößchenbrücke – Presse-Artikel

Artikel aus: Sächsische Zeitung (Thilo Alexe) 5. April 2003

PDS: Ein Trauerspiel

Kritik an der Planung der Waldschlößchenbrücke

Die Waldschlößchenbrücke darf nach Einschätzung der PDS nicht gebaut werden. Die Umweltbelastung sei zu hoch, sagte Fraktionssprecher André Schollbach am Freitag. Er verwies dabei auf eine von der Stadt veranlasste Prognose, wonach der zu erwartende Verkehrslärm an mehreren Stellen in der Stadt die zulässigen Grenzwerte deutlich überschreite.

Schollbach nannte dabei unter anderem Abschnitte des Käthe-Kollwitz-Ufers, der Pfotenhauer sowie der Bautzner Straße: „Die Grenzwerte werden im Extremfall um bis zu 20 Dezibel überschritten“. Aus einem ähnlichen Grund habe das Regierungspräsidium bereits vor drei Jahren das Planfeststellungsverfahren für die Brücke ausgesetzt. Der PDS-Politiker kritisierte ferner, dass die Elbüberquerung vor allem für Striesen und Johannstadt eine gravierende Verkehrszunahme nach sich ziehen werde. Den Prognosen zufolge zwängen sich durch die Wormser Straße im Jahr 2015 rund 19.000 Fahrzeuge. Ohne die Brücke betrüge deren Zunahme nur 3.000.

Schollbach bezeichnete die von der CDU vorangetriebenen Planungen als „Trauerspiel“ und verlangte ein Umdenken hin zu kleineren und preisgünstigeren Brücken. Dies wiesen die Christdemokraten zurück. „Die Prognosen zeigen, dass die Brücke gebraucht wird“, sagte Sprecher Jürgen Eckoldt. „Sie ist an der richtigen Stelle geplant.“ Er schloss aber mit Blick auf den Lärmschutz Korrekturen nicht aus.

Bis zum 24. April läuft noch die Einwendungsfrist. Bürger können beim Regierungspräsidium formlos Einspruch gegen den Bau der auf rund 140 Millionen Euro veranschlagten Brücke erheben. Nach Auskunft der Genehmigungsbehörde sind bislang aber nur „sehr wenige“ Einwendungen eingegangen.

Artikel aus: Sächsische Zeitung (Thilo Alexe) 5. April 2003

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