Waldschlößchenbrücke – Presse-Artikel

Artikel aus: Dresdner Neueste Nachrichten 6. August 2003

Letzte "Schlacht" um die Waldschlößchenbrücke

Die entscheidende "Schlacht" um den Bau der Waldschlößchenbrücke steht bevor. Das Regierungspräsidium (RP) hat für zwei Tage den größten Saal im Kulturpalast gemietet, damit alle Einwender die Möglichkeit haben, bei der Erörterung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens dabei sein zu können. Weitere Ersatz- und Reserve-Termine - bislang geplant bis 8. September - finden beim RP auf der Stauffenbergallee statt, sagte RP-Sprecher Holm Felber gegenüber DNN.

Am 1. und 2. September jeweils um 9 Uhr tritt die Stadt unter Führung von Baubürgermeister Herbert Feßenmayr (CDU) an, die Einwendungen zu entkräften. Das RP verstehe sich in diesem Prozess als Vermittler, betonte Felber. Nach einem Einführungsvortrag durch Feßenmayr mit den letzten Änderungen zur Brücken-Variante mit Tunnel zur Bautzner Straße rufe ein Mitarbeiter seiner Behörde die neuralgischen Punkte auf. Die Diskussionen werden protokolliert, mitgeschnitten und dokumentiert. Das RP prüfe lediglich, ob die Bau-, Wasser-, Naturschutz- und Umweltschutz-rechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Daraus könnten Nachbesserungen folgen, so Felber.

Wie berichtet, hagelte es über 1700 Einsprüche gegen das Bauvorhaben – dreimal so viel wie vor drei Jahren, als es schon einmal ein Planfeststellungsverfahren zur Brücke gegeben hat. Und ein Rekord. Laut RP hat es noch bei keinem anderen Großvorhaben im Regierungsbezirk so viele Einwende gegeben. Vor drei Jahren hatte das RP die Stadt aufgefordert, die Verkehrslösung am Neustädter Brückenkopf zu überarbeiten.

Dass die Stadt den Neustädter Brückenkopf in den letzten Monaten wieder in Teilen umgeplant habe, sei üblich, gehöre mit zum Prozess, unterstrich der RP-Sprecher. "Die Stadt richtet ihre Pläne aus, macht Schönheitsreparaturen, verändert den Bau an sich aber nicht", sagte Felber. Die Dauer der Erörterungszeit sei nicht festgelegt, das Ende also offen.

Jeder Einwender werde noch über die Erörterungs-Termine informiert. Ein Großteil der Einwende richtet sich gegen die Gestaltung der Brücke. Sie sei überdimensioniert, klagen viele. Andere bemängeln das Fehlen einer Straßenbahn oder die Beeinträchtigung durch Verkehrsaufkommen und Lärm. Nach letzten Berechnungen soll der Brückenzug rund 130 Millionen Euro kosten.

Artikel aus: Dresdner Neueste Nachrichten 6. August 2003

Nächster Artikel:
Vorheriger Artikel: Noch ein Wettbewerb für die Waldschlößchenbrücke

Zur Startseite Waldschlößchenbrücke.
Weiter zu den anderen Themen geht's über Leben-in-Dresden.de.