Waldschlößchenbrücke – Stoffsammlung für Einwendungen

Information der BI Waldschlößchenbrücke (Download dieser Daten).

Öffentlicher Verkehr

Die Auflistung erfolgt immer in der Reihenfolge Belang (als Überschrift), Einwendung (E), Fundstelle/ Bezug (F) und Begründung (B).

Übersicht und Download

Auf Grund der Fülle von Kritikpunkten haben wir diese hier zu verschiedenen Gruppen zusammengefasst. Sie können nun die Auflistungen der einzelnen Gruppen betrachten oder die komplette Liste als pdf-Dokument (68 kB) für Adobe® Acrobat® Reader herunterladen. Die Unterseiten sind nach folgenden Gruppen gegliedert:

Übersicht | Gestaltung der Brücke und Auswirkungen auf das Wohnumfeld | zu Fuß und mit dem Fahrrad | öffentlicher Verkehr | allgemein zum Verkehr | Elbe und Elbwiesen | Lärm und Luftverschmutzung | Stadt- und Landschaftsbild | Sonstige Punkte.

Nutzen für den ÖPNV nicht gegeben

E: Nach Streichen der Straßenbahntrasse, später auch deren Option, ist der Nutzen für den ÖPNV nicht mehr gegeben; Gleise in der Fetscherstraße werden zur Förderung des IV abgebaut, nachdem bereits in Vorbereitung des Ausbaus des Verkehrszuges die Linie stillgelegt worden war

F: „prognostizierte Nachfrage für den ÖPNV als auch für den motorisierten und nichtmotorisierten Individualverkehr zielen auf einen Netzschluss über die Elbe hin“ „Die vorhandene Straßenbahntrasse auf der Altstädter Seite – Abzweig aus der Fetscherstraße in die Pfotenhauerstraße – wird innerhalb der Planungsgrenzen zurückgebaut“; Erläuterungsbericht, S. 9, 10

B: geplante Buslinie zwischen Kaditz und dem Universitätsklinikum wäre wieder nur West-Ost-Linie; angeblich Ziel des Verkehrszuges aber Verbindung Südost – Nordwest; in dieser Relation kein ÖV-Angebot, wohl aber Förderung des motorisierten Individualverkehrs als verkehrspolitisch falsche Zielrichtung

Straßenbahnoption gestrichen

E: Verkehrszug ermöglicht keine Stadtbahn mehr, obwohl dies die Vorraussetzung für die fraktionsübergreifende Zustimmung war

F: Erläuterungsbericht, S. 12

B: Brücke schafft kein Angebot für den Umweltverbund, sondern fördert ausschließlich den Individualverkehr

Überbreite Gleisanlage

E: auf insgesamt 810 m soll die Gleisanlage neugebaut werden, dabei im „Ei" die Trasse bustauglich mit 3,80 statt bisher 2,55 m Achsabstand ausgebaut werden

F: Erläuterungsbericht, S. 14/15

B: Bus kann auf Straße fahren – ggf. Gleis aus Mitte herausnehmen und der Straße zuordnen, so kann Bus am Straßenrand halten und Umsteigewege sind kurz – Insel bliebe grün (Eingriffsminimierung)

nicht gegebene Einfügung in das städtische Verkehrsnetz

E: die im Erläuterungsbericht genannte Einfügung in die städtischen Netze ist nicht plausibel – es besteht keine sinnvolle Relation, die zwingend wäre; weder Staats – noch Bundesstraße, sondern nur Verbindung zwischen Straßen; offenbar wird hier das wichtigste Bauteil des „Mittleren Ringes“ vorbereitet – ohne es hierzu bereits zu deklarieren

F: „Teilstück der Staatsstraße S 167 Schillerplatz – Käthe-Kollwitz-Ufer bis Altstädter Brückenkopf […] Hauptverkehrszug Verbindungsfunktionsstufe II […] Bundesstraße 6 Waldschlösschenstraße – Stauffenbergallee, Radeburger Straße – Anschlussstelle Dresden-Nord der BAB 4 […] Bautzner Straße und Waldschlösschenstraße Verbindungsstufe II […] Charlottenstraße und Heideparkstraße Verbindungsstufe III […] Fischhausstraße bleibt Staatsstraße S 95“; Erläuterungsbericht, S. 7

B: würde bereits jetzt der Verkehrszug als Teil des „Mittleren Ringes“ ausgewiesen, würde bei dem gewählten Ausbaustandard die Belegung derart in die Höhe schnellen, dass das Planfeststellungsverfahren schon an den dramatisch überschrittenen Grenzwerten scheitern würde

Förderung des Individualverkehrs gegenüber dem ÖPNV

E: großräumig wirksame Straßenschnellverbindung fördert motorisierten Individualverkehr; innerhalb der Stadt gefahrene Verkehrsleistung erhöht sich; Forderung: Verbesserung des ÖPNV, Beibehaltung der Qualität des MIV, da Verkehrszug Gegenteiliges bewirkt, wird er abgelehnt; statt der zwei zusätzlichen Fahrspuren wird Straßenbahn gefordert

F: Erläuterungsbericht, S. 5 ff

B: noch immer gültige Verkehrskonzept der LH Dresden von 1994 schreibt Förderung des öffentlichen vor dem motorisierten individuellen Verkehr vor, gleiches intendiert auch der Prozess der lokalen Agenda 21, an dem Dresden mitwirkt oder die Verpflichtung der BR Deutschland, den Kohlendioxidausstoß zu vermindern

Bushaltestelle Radeberger/Waldschlösschenstraße

E: wieder existiert in der landwärtigen Richtung keine Bushaltestelle Radeberger/Waldschlösschenstraße

F: Erläuterungsbericht, S. 102

B: wichtiger Bereich wird nur über unzumutbare Fußwege erschlossen

Buskonzept

E: ohne Buskonzept kein Planfeststellungsbeschluss möglich

F: „konkretes Buskonzept der DVB-AG liegt noch nicht vor“; Erläuterungsbericht, S. 104

B: verkehrspolitisches Ziel wird ohne Buskonzept verfehlt; wiederum wird deutlich, dass die ganze Debatte um Straßenbahn und ÖPNV nur vorgeschoben war, um eine autobahnähnliche Verkehrsschneise für den MIV durch die Stadtlandschaft holzen zu können – unbeeindruckt von „Bedenkenträgern“

Verkehrsunterbrechung für Straßenbahn

E: Die wesentlich längere Sperrzeit für die Straßenbahn wird nicht akzeptiert

F: „während der Bauzeit wird der zweispurige Verkehr auf der Bautzner Straße […] weitgehend aufrechterhalten. […] „Straßenbahnverkehr für ca. 35 Wochen unterbrochen; Erläuterungsbericht, S. 118

B: ÖV-Nutzer haben auch Anspruch auf funktionierendes Verkehrssystem, werden aber sowohl beim Bau als auch bei der späteren Nutzung des Verkehrszuges massiv behindert

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