Waldschlößchenbrücke – Kostenvergleich, Lärm und Verkehrprognose

Informationen der BI Waldschlößchenbrücke.

Kosten

Die Gesamtkosten

Am 15.08.1996 fasste der Stadtrat mit knapper Mehrheit den ersten Beschluss zum Bau der Waldschlößchenbrücke mit einem Gesamt-Budget von 100,7 Mio Euro. Nach zahlreichen Umplanungen und ständig neuen Entscheidungen datiert der aktuell letzte Beschluss des Stadtrates vom 02.05.2002. Dabei wurde die so genannte Variante 3.2 B1 der Waldschlößchenbrücke mit einem Gesamt-Finanzvolumen von 137,6 Mio Euro beschlossen.

Kosten anderer Brückenbauten über die Elbe:

  • In Torgau wurde eine neue Elbebrücke für 12,3 Mio EUR errichtet. Sie ist seit 1993 in Betrieb.
  • Die neue Brücke in Meißen wurde 1997 eingeweiht. Die Gesamtkosten für dieses Projekt betrugen 12,1 Mio EUR.
  • Im Jahre 1999 wurde der Brückenbau in Pirna für 36,9 Mio EUR abgeschlossen.
  • Die neue Elbebrücke in Riesa kostete 13,4 Mio EUR und wurde im Jahr 2001 eröffnet.

Die jährlichen Folgekosten

Anfrage 1280/2003 vom 26.02.2003 an den Oberbürgermeister:
„In welcher Höhe wird der Betrieb der Waldschlößchenbrücke nach derzeitigem Stand jährlich Betriebs- und Unterhaltungskosten erfordern?“

Antwort:
„Im Rahmen der Planung wurden folgende jährliche Kosten, die nach der Inbetriebnahme anfallen, ermittelt: 69.000 EUR Betriebskosten, 360.000 EUR Unterhaltungskosten.“
Gesamt: 429.000 EUR

Dazu im Vergleich der laufenden Betriebskosten der anderen Elbbrücken:

Brücke

jährl. Betriebs- und Unterhaltungskosten

Anmerkung

Waldschlößchenbrücke

429.000 EUR

im Planfeststellungsverfahren

Blaues Wunder

134.000 EUR

Stand u./o. Verkehrssicherheit beschränkt, Dauerhaftigkeit nicht gegeben

Albertbrücke

150.000 EUR

 

Carolabrücke

310.000 EUR

Stand u./o. Verkehrssicherheit beeinträchtigt, Dauerhaftigkeit beeinträchtigt

Augustusbrücke

155.000 EUR

 

Marienbrücke

185.000 EUR

 

Flügelwegbrücke

230.000 EUR

Gegenwärtig im Ersatzneubau

Die Lärmprognose

Scheitern des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2000

Am 14.07.2000 gab das Regierungspräsidium Dresden die Aussetzung des Planfeststellungsverfahrens für den Bau der Waldschlößchenbrücke bekannt. Als wesentliche Gründe wurden dabei die prognostizierten Überschreitungen der Lärmgrenzwerte um bis zu 15 dB(A), eine sich daraus möglicherweise ergebende „enteignungsgleiche Wirkung“, sowie ein hohes Klagerisiko von betroffenen Bürgern angeführt. (siehe Pressemitteilung 29/2000 Regierungspräsidium Dresden)

Lärmprognose nach den aktuellen Planungsunterlagen

Verkehrszug Waldschlößchenbrücke Dresden – Schalltechnische Untersuchung nach RLS-90 / VLärmSchR 97, Fassung vom 13. Februar 2003

Teilprojekt Altstadtseite Fetscherstraße / Käthe-Kollwitz-Ufer / Brücke

„Die Rechnung beinhaltet bereits zwei Schallschutzwände. An 28 Häusern verbleiben Grenzwertüberschreitungen. und damit Ansprüche auf passive Schallschutzmaßnahmen dem Grunde nach. Im Bereich der Knoten Käthe-Kollwitz-Ufer / Neubertstraße (Eckhaus und des Knotens Fetscherstraße / Pfotenhauer Straße (Herz-Kreislauf-Zentrum und Hochschule für Bildende Künste) erreicht bzw. überschreitet z. T. erheblich der Beurteilungspegel den Wert von tags/nachts 70/60 dB(A).“

Teilprojekt Neustadtseite 1 Stauffenbergallee / Radeberger- / Waldschlößchenstraße

„Aktive Schallschutzmaßnahmen scheiden aus städtebaulichen Gründen hier aus. Es ergibt sich an 46 Häusern ein Anspruch auf passive Schallschutzmaßnahmen dem Grunde nach.

Die höchsten Grenzwertüberschreitungen liegen an der Wohnbebauung südlich der Stauffenbergallee [bis zu 17 dB(A)] und im Kreuzungsbereich mit der Radeberger Straße vor [bis zu 15 dB(A)].“

Teilprojekt Neustadtseite 2 Bautzner- / Fischhaus- / Heideparkstraße

„Aktive Schallschutzmaßnahmen kommen auch hier nicht in Betracht. An 87 Häusern (teilweise auch in der zweiten Baureihe) ergibt sich ein Anspruch auf passive Schallschutzmaßnahmen dem Grunde nach. Aufgrund der hohen Verkehrszahlen und der neu zu errichtenden Lichtsignalanlagen an 3 Einmündungen im Verlauf der Bautzner Straße kommt es dort zu Überschreitungen des Grenzwertes für Allgemeine Wohngebiete um etwa 17 dB(A), an der Einmündung Fischhausstraße punktuell bis zu 20 dB(A). Der berechnete Beurteilungspegel überschreitet insbesondere in diesen Bereichen auch erheblich den Wert von tags/nachts 70/60 dB(A).“

Verkehrsprognose nach den Planungsunterlagen

Auswirkungen auf ausgewählte Brücken

 

Verkehrsbelastung in Kfz/24 h

Brücke

Zählwerte aus 2000/2001

Verkehrsprognose 2015

Waldschlößchenbrücke

45.500

Blaues Wunder

34.000

33.500

Albertbrücke

42.500

37.000

Carolabrücke

51.000

51.000

Augustusbrücke

10.000

8.000

Marienbrücke

33.500

33.000

Auswirkungen auf ausgewählte Straßen

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