Waldschlößchenbrücke – Allgemeine Informationen

Bürgerinformation der BI Waldschlößchenbrücke (Download dieser Daten und Kontakt siehe unten).

Mischen Sie sich ein!

Noch bis zum 24. April ist die Meinung der Dresdnerinnen und Dresdner zur Waldschlößchenbrücke gefragt. Bis zu diesem Termin können Sie im Planfeststellungsverfahren Ihre Forderungen als Einwendungen einbringen. Dies gilt für Anwohner, die durch die Bauphase und den nachfolgenden Verkehr betroffen sind, aber ebenso für Einwohner Dresdens, die sich für diesen Raum interessieren. Im weiteren Genehmigungsverfahren müssen diese Einwendungen geprüft und bewertet werden. Dabei hat die Zahl der Einwendungen und die Deutlichkeit der Forderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Entscheidung. Nutzen Sie die Chance, sich im Interesse einer dauerhaft lebenswerten Stadt in diese Planungen einzumischen.

Für die Einwendungen gibt es keine formalen Vorgaben, jeder kann und darf sich zu den vorliegenden Planungen äußern.

Die Fakten in Kürze

Waldschlößchenbrücke ist überdimensional

Eine vierspurige Elbquerung im Bereich des Waldschlößchens ist nicht erforderlich. Im Gegensatz zu den Prognosen aus der Zeit nach der Wende ist die Einwohnerzahl zurückgegangen, mit einer Zunahme der Wohnbevölkerung ist nicht zu rechnen, dafür aber mit einem deutliche weiter zunehmenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung. Zudem wirken moderne Trends der Kommunikationstechnik selbst bei wachsender Zahl der Arbeitsplätze verkehrsmindernd.

Waldschlößchenbrücke ist landschaftszerstörend

Die bis heute weitgehend unbebaut erhaltenen Elbufer im Dresdner Stadtgebiet – möglicherweise bald von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben – werden zerschnitten und durch den Verkehr verlärmt. Ein Erholungsgebiet quasi vor der Haustür, wichtige und einmalige Blickbeziehungen aus der Landschaft auf die Stadt und umgekehrt gehen verloren.

Waldschlößchenbrücke ist überteuer und finanziell nicht verantwortbar

Der Brückenbau an dieser größten Aufweitung des Dresdner Elbtales ist mit enormem Aufwand verbunden, dazu kommen noch die Kosten für den Ausbau der weiterführenden Straßen. Trotz aller durch das Land zugesagten Förderung sind zwischen 40-50 Millionen Euro aus dem Dresdner Stadthaushalt aufzubringen. Dieser weist bereits jetzt keinerlei Handlungsspielräume auf – drastisch ausgedrückt: die Stadt ist auch ohne Waldschlösschenbrücke nahezu Pleite. Bei dieser finanziellen Lage sind zusätzliche Ausgaben im Grunde nicht verantwortbar und werden dazu führen, dass praktisch a anderen Stellen der Stadt nicht einmal mehr die Schlaglöcher geflickt werden können und sich der Zustand städtischer Gebäude wie Schulen und Kita's weiter verschlechtert.

Waldschlößchenbrücke ist umweltbelastend

Lärm und Abgase werden in einen bisher weitgehend unbelasteten Bereich hineingetragen. Selbst nach den Gutachten der Planer werden dabei teilweise die gesetzlichen Grenzwerte erheblich überschritten. Die zusätzlichen Belastungen sind nicht auf den unmittelbaren Bereich der Brücke beschränkt sondern betreffen auch die Anwohner an den weiterführenden Straßen. Insbesondere auf der Fetscherstraße bis hin zum Großen Garten sowie in den bisher ruhigen Wohngebieten Striesen und Blasewitz ist ein enormer Anstieg der Lärm- und Emissionsbelastungen vorhergesagt.

Wo können Sie sich informieren

Einwendungen zur Waldschlößchenbrücke können Sie ohne weitere Voraussetzungen schreiben. Offiziell können Sie noch bis zum 10. April im Technischen Rathaus Hamburger Str. 19 Zi 1152 während der Dienststunden Mo/Mi 8–16 Uhr, Di/Do 8–18 Uhr und Fr 8–14 Uhr in die Planungsunterlagen einsehen.

Die BI Waldschlößchenbrücke hat im Stadtteilhaus Äußere Neustadt auf der Prießnitzstraße 18 bis zum 24. April ein Büro eingerichtet. Die Sprechzeiten sind Di und Do jeweils 17–21 Uhr. Auch hier finden Sie die Planungsunterlagen und können sich zu Einwendungen beraten lassen.

In Internet können Sie sich unter www.Leben-in-Dresden.de informieren. Hier besteht in Kürze auch die Möglichkeit, Mustereinwendungen herunterzuladen.

Einwendungen sind bis 24. April 2003 möglich (siehe auch Amtsblatt Nr. 10/2003 vom 6. März).

Wohin mit den Einwendungen?

Die Einwendungen sind bis zum 24. April 2003 (Posteingang) einzureichen beim:

Regierungspräsidium Dresden
Stauffenbergallee 2
01099 Dresden

Kontakt zur BI

Anschrift:

BI Waldschlößchenbrücke
c/o Stadtteilhaus Prießnitzstr. 18
01099 Dresden

E-Mail:

Telefon:

(01 60) 5 42 31 52

Fax:

(03 51) 8 01 19 48

 

 

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V. i. S. d. P.: BI Waldschlößchenbrücke (Friedrich Boltz)

Planfeststellungsverfahren – was ist das?

Bei städtischen Bauvorhaben ab einer bestimmten Größe bzw. Auswirkung reicht ein Stadtratsbeschluss nicht mehr aus. Dann reicht die Stadt einen Bauantrag bei der Kommunalaufsichtsbehörde, in Sachsen die Regierungspräsidien (RP), ein. Die Pläne werden öffentlich ausgelegt, und alle können sich dazu äußern. Alle, das sind in der Regel angrenzende Gemeinden, Verbände und Vereine im Stadtgebiet, aber auch einzelne Bürgerinnen und Bürger, unabhängig davon, ob sie entlang der Baumaßnahme wohnen. Bei Eingriffen im öffentlichen Raum ist ja auch jede und jeder betroffen. Das RP „wägt ab“ und genehmigt ein Vorhaben, bei Problemen mit bestimmten Auflagen. Wegen zu großer Auswirkungen der Waldschlößchenbrücke auf den Neustädter Bereich wurde das Planfeststellungsverfahren im Jahr 2000 bereits ausgesetzt.

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