Meinungen zur Waldschlößchenbrücke

Stellungnahme Dresdner Kulturschaffender

Stellungnahme zum geplanten Bau der Waldschlößchenbrücke

Wir geben zu bedenken, dass Dresden seine internationale Ausstrahlung nicht nur seiner Geschichte, seinen Menschen, seinen Leistungen in Kunst und Wissenschaft verdankt, sondern auch in hohem Maße seiner landschaftlichen Schönheit.

Vor diesem Hintergrund ist der geplante Bau der Waldschlößchenbrücke ein Zerstörungswerk! Einer der schönsten Orte Dresdens mit Blick auf den Fluß, die Auen, die Stadt mit der krönenden Frauenkirche wird zerschnitten, verstellt, entweiht.

Während andere Städte versuchen, den Autoverkehr zu begrenzen, organisiert sich Dresden mit diesem Verkehrszug eine Verkehrslawine durch die Stadt. Im Wissen darum, dass dieses Verkehrsbauwerk zugleich an hunderten von Stellen geltende Normen des Umweltrechtes bricht, aber auch der Stadt für Jahre hinaus die entscheidenden Gelder für Kultur und Soziales entreißt, fordern wir die Behörden auf, das Vorhaben zurückzuweisen. Es gibt Alternativen!

In höchster Sorge wenden wir uns an alle Bürgerinnen und Bürger, denen Dresdens Zukunft am Herzen liegt: Führt euch die negativen Auswirkungen dieser teuersten, je in Deutschland geplanten Stadtbrücke vor Augen! Setzt euch für einen verantwortungsvolleren Umgang mit unseren immer geringer werdenden Ressourcen ein - sagt nein zum Bau der Waldschlößchenbrücke!

Dresden, 17. Februar 2004

gezeichnet
Heidemarie Dreßel – Künstlerin
Angela Hampel – Malerin
Hartmut Haenchen – Dirigent
Wolfgang Hentrich – Musiker
Gerda Lepke – Malerin
Heinrich Magirius – Kunsthistoriker
Undine Materni – Schriftstellerin
Hans Nadler – Denkmalpfleger
Thomas Rosenlöcher – Schriftsteller
Günther "Baby" Sommer – Musiker
Martin Schmeding – Organist
Uwe Steimle – Kabarettist
Max Uhlig – Maler
Karin Weber – Galeristin

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